Seminare


Weiterführende Seminare sind:

caysa

SommerSemester 2017

PD Dr. Volker Caysa: Der Begriff der Menschenwürde. Seine Geschichte und systematische Bedeutung,

Mo 11-13Uhr

SG 329

Die Menschenrechte und damit in Verbindung die Menschenwürde scheinen nach dem Tode Gottes eine Art von Zivilreligion geworden zu sein. Sie sind anscheinend nach dem Koran, der Bibel und dem Kommunistischen Manifest die letzte universelle Sinnerzählung.

Das Seminar thematisiert die Geschichte der Philosophie der Menschenwürde. Darunter auch Autoren, die nicht in die klassische Linie (Cicero, Manetti, Pico della Mirandola, Kant) fallen, wie z.B. die von Nietzsche, aber auch neue Autoren wie Habermas und Franz Josef Wetz. Dabei geht es um die Frage: Ist die Menschenwürde ein angeborenes Wesensmerkmal des Menschen oder ist sie mit einem Gestaltungsauftrag verbunden? Hat der Mensch Würde, weil er als Mensch geboren wurde? Oder muss er sich der Gewährung von Menschenrechten auch als würdig erweisen?

WinterSemester2016/17 // Philosophie des Todes


PD Dr. Volker Caysa

Mi 15-17Uhr

Hörsaal wird noch bekannt gegeben

 

Wir alle wollen leben. Aber im Leben scheint nur eines sicher zu sein: Der Tod ereilt uns unausweichlich. Was aber ist der Tod? Können wir überhaupt vom Tod etwas wissen? Ist er die Grenze des Lebens, von der wir nichts wissen können? Ist er einfach Nichts oder Unsterblichkeit? Vom Tod können wir vielleicht nichts wissen, aber vom Sterben wissen wir sehr viel. Was ist der Unterschied zwischen Leben, Sterben und Tod?

Das Seminar thematisiert folglich nicht nur philosophische Vorstellungen vom Tod, sondern auch unser Wissen vom Sterben. Der Tod wird problematisiert im Spannungsfeld von Lebenskunst und Biotechnologie, von gewolltem Sterben und technischer Lebensverlängerung, von Sterbehilfe und Selbsttötung.

 

WinterSemester2015/16 // Askese als Kulturtechnik

Dr. Konstanze Caysa
Seminar montags, wöchentlich, 09:00 – 11:00 c.t.
Beginn 12.10.2015
Prüfungsleistung Projektarbeit (Hausarbeit im Umfang von ca. 15 Seiten)

SG S 3-23

Das Seminar behandelt Fragen der Askese im Sinne einer perfekten Anpassung an den digitalen Kapitalismus. Askese ist heute Geschwindigkeit, Innovation, Flexibilität. Asketen gelten als apollinische Karrieristen, die mit ihrer ständigen Verfügbarkeit den Sozialstaat abschaffen wollen. Der Mensch ist ein Askesewesen.

Zentrale Thematisierungen der Askeseproblematik beinhalten eine Ethik der Autoevolution, die Gefahr der Selbstversklavung des Menschen sowie die Möglichkeiten freier Körperverhältnisse. Was kann man unter normalem Selbstdoping, fairen Körperverhältnissen und Rechten des Körpers im Kontext eines „common body“ verstehen? Es werden aktuelle Probleme der modernen Körperkultur diskutiert. Das Seminar schließt thematisch an das Seminar „Kultur-Körper“ aus dem Sommersemester 2015 an, setzt die Teilnahme aber nicht voraus.

 

SommerSemester2016 // Von der Logik der Liebe zur Logik des Hasses

PD Dr. Volker Caysa

SS 2016

Mo 11-13Uhr

Liebe ist durch die Vermittlung des Christentums ein Basisexistenzial für das christliche Europa. Sie wird allzuoft nicht unterschieden von Eros, Sex und Agape. Diese Differenzierung aufzuarbeiten versucht das Seminar, um in weiteren Schritten dann zu zeigen, wie Liebe und Mitleid in der Vermittlung durch Eifersucht und Neid zum Hass führen kann und zum Kampf der Kulturen.

Das Seminar knüpft an an eine empraktische Philosophie der Stimmungen (www.empraxis.net) und hat diesmal die unterthematisierten schwarzen Affekte zum Gegenstand. Damit wird Stellung genommen zu den aktuellen Debatten um eine Philosophie der Gefühle und einer Moral der Gefühle.

Literatur:

Haubl, R./Caysa, V.: Hass und Gewaltbereitschaft. Philosophie und Psychologie im Dialog. Göttingen 2007.

Haubl, R.: Neidisch sind immer nur die anderen. Über die Unfähigkeit, zufrieden zu sein. München 2003.

Schmid, W.: Die Liebe neu erfinden. Berlin 2010.

SommerSemester2016 // Nietzsches Philosophie des Rausches und seine Rezeption

Dr. Konstanze Caysa

Universität Leipzig

Institut für Kulturwissenschaften

Mo. 11.00-13.00 c.t.
Im Seminar soll der Rausch als Existenzialstruktur, als kulturanthropologische Konstante begrifflich differenziert und analysiert werden. Ausführlich wird das Verhältnis von Dionysischem und Apollinischem und deren Variierung im Gesamtwerk Nietzsches analysiert. In diesem Zusammenhang werden auch Nietzsches Grundthesen vom „Willen zur Macht“ und der „ewigen Wiederkehr des Gleichen“ diskutiert.
Im Anschluss an den wohl einflussreichsten Kulturphilosophen des 20. Jahrhundert, Friedrich Nietzsche, werden im Seminar sowohl seine Texte einer Philosophie des Rausches als auch deren Rezeption in der aktuellen Debatte um eine Philosophie der Kultur diskutiert.

Angst-Caysa

Foto: Hagen Wiel (Filmproduktion Leipzig) – Tänzerin: Friederike Plafki