Das Empraktische ist das vortheoretische Zurechtkommen in der Welt, gekennzeichnet durch eine begriffslose Präzision, durch die wir erfolgreich leben.
Eine Philosophie des Empraktischen versucht eine Theorie zu entwerfen für etwas, was auch ohne Theorie funktioniert.
Wie könnten wir einer hyperreflexiven, anthropozentristischen Kultur entkommen, die gerade wegen ihrer Reflexivität so erfolgreich, weil unschlagbar effizient ist?
– Die aber wegen ihrer Eindimensionalität so effizient geworden ist, dass sie jetzt die ökologischen Grundlagen für Leben und die Grundlagen des Sozialen zerstört.

 

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Konstanze Caysa

  • Geschwisterseele

    Bist Du ich und bin ich Du?

    Die selbe Macht führt unser Schwert

    In dem Kampfe, den wir führn

    Der sowohl Alles als auch Nichts von uns verlangt.

    Für jeden Gang bin ich bereit

    Weiß ich Dich an meiner Seite

    Ich bin bei Dir,

    Du bist bei mir!Vereint in einer Seele.

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Manifest der Pornosophie

  • -Wider den neuen Puritanismus-

  • Ankündigung !!!!
    1. 07. 2017 , 17Uhr Finissage der Ausstellung „Pornosophie“. Die Galeristin Lu Potemka führt durch die Ausstellung und es können Fragen an die Künstler zu ihren Werken gestellt werden.

Lu Potemka: „Dr. Konstanze Caysa – Initiatorin dieser Ausstellung – erhält in der österreichischen Kunstzeitschrift ‚MILIONART. KALEIDOSKOPE‘ derzeit eine Reihe von vier Ausgaben, in denen das Werk der Künstlerphilosophin vorgestellt wird. Sie ist Nietzsche-Spezialistin und ein wiederkehrender Gedanke in ihrem Denken, ist der der Leiblichkeit, die sie, anders als die reine Körperlichkeit, an die Seele gekoppelt ist. Dies stellt für sie – gerne auch in Verbindung mit dem Verstand – eine höhere Intelligenz dar, als der abgespaltene Verstand, der frei von Intuition agiert. Pornosophie ist nicht als Pornografie zu verstehen, sondern die ausgestellten Werke stehen im Sinne des Leiblichkeits-Gedanken für die Verbindung von Körper, Geist und Seele.“

Ausstellung: 25.06.-22.07.2017 (Mi-Sa 15-20 h) Aurelienstraße 41, 04177 Leipzig

http://www.potemka.de

 

Konstanze Caysa

Das 3. Treffen der Parrhesiasten

Galerie Potemka –

Ein Forum nicht nur für Kunst, sondern auch für Philosophie

Am 23. Juni 2017 fand das 3. Treffen des „Leipziger Forum für Kunst und Philosophie“ in der Galerie Potemka, Aurelienstraße 41, statt. In den über acht Jahren ihres Bestehens hat sich die Inhaberin und Galeristin Lu Potemka um die konzeptionelle Förderung junger Kunst verdient gemacht.

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Thematisch ging es diesmal im „Leipziger Forum für Kunst und Philosophie“, das zugleich als Preview für die darauf folgende Ausstellung „Pornosophie“ angelegt war, um das Schicksal des Eros in einer Zeit, in der technische Kategorien alle Lebensbereiche des Menschen beherrschen. Demzufolge problematisierte PD Dr. Volker Caysa das Verhältnis von Liebe und Kapitalismus: Was bedeutet heute Liebe im Kapitalismus? Er ging davon aus, dass die materialistische Basis und der zivilisatorische Kern der Ökonomisierung der Liebe die Körperinstrumentalisierung ist. Beide aber, Liebesökonomisierung und Körperinstrumentalisierung, brauchen den romantischen Anschein absoluter Selbstzweckhaftigkeit und Nichtinstrumentalität, um zu funktionieren: die Ware Liebe braucht den Vorschein der „Wahren Liebe“.

Der Vorschein romantischer Liebe im Sinne nichtzweckinstrumenteller Verschmelzung ist notwendig, damit die sexuelle Körperinstrumentalisierung funktioniert und eben nicht bloß Schein ist. Das Kalkül der Liebesökonomisierung ist nicht zu trennen von der realen Anwesenheit romantischer Liebe im Sex. Eine mögliche Folge ist, dass das, was früher Ereignis war, heute Arbeit ist, und dass man heute in irgendeiner Form etwas zu leisten hat für etwas, was man früher umsonst bekam oder was sich anscheinend von selbst einstellte.

Kritisch wurde nun gegen diese Thesen vom Publikum eingewandt, dass mit der pragmatisch-realistischen Inszenierung der Liebe auch die Romantik der Liebe verkonsumiert wird, aber mit dem Konsum wird wirkliche romantische Liebe wiederum eingekauft, wurde dem entgegnet. Die Warenform romantischer Liebe muss daher nicht die Liebe zerstören, sondern sie ist sogar nützliches Hilfsmittel, um sie zu realisieren. Gerade durch die Verknüpfung von romantischer Liebe und instrumentellem Sex in unserer Konsum- und Freizeitkultur gelingt doch erst die Instrumentalisierung durch Illusionierung. Klar ist, dass hier weiterer Diskussionsbedarf besteht.

 

Manifest für die große Sehnsuchtskunst

Was ist ein Künstlerphilosoph? Künstlerphilosoph ist derjenige, der seiner empraktischen Eingebung eine Form, einen Stil gibt.
Künstlerphilosophisch ist dem Empraktischen einen Stil zu geben. Es ist nicht die Reflektion über Kunst oder das Anklatschen von „Kunst“ an die Philosophie,
sondern die Formung der Philosophie. Die Einheit von Denken und Existenz.
Die Performativen haben keine empraktische Eingebung. Sie inszenieren.
Sind nicht empraktisch mit dem verwurzelt, was sie zeigen.
Es gibt vielleicht Momente der Improvisation,
in denen sich das Empraktische zeigt,
die aber immer wieder mit der Inszenierung in der Wurzel erstickt werden.
Kunst ist Lebtum, geformtes Leben.

Dokumentation der Rosa Luxemburg Konferenz

am 1. September 2016 in Berlin.

Rosa Luxemburg ist für ein Großteil der Linken eine politischen Märtyrerin, ja eine Heilige. Aber wird ihr politisches Denken, wird sie sie als Demokratisierungstheoretikerin, als Kritikerin der Globalisierung wirklich ernstgenommen?
Viele sind sich darüber einig: Rosa Luxemburgs Leben und Werk ist von höchster Aktualität. Aber was bedeutet das?
Auf der Konferenz ging es darum, neue Aspekte der Rezeptionsgeschichte Rosa Luxemburg zu erschliessen wie auch ihr Konzept eines demokratischen Sozialismus und ihre Akkumulationstheorie neu gewichtet wurden.
Was versteht sie eigentlich unter der „Freiheit der Andersdenkenden“? Von allen politischen Lagern instrumentalisiert, wurde die Idee Luxemburgs völlig verkürzt rezipiert, was zur Folge hatte, dass das Verhältnis von Freiheit und Sozialismus, von öffentlicher Stimmung und Demokratie unterthematisiert wurde. Dies war vor allem Gegenstand des Referates von Volker Caysa.
Auch die Akkumulationstheorie Luxemburgs ist als eigenständige Weiterentwicklung der Marxschen Akkumulationstheorie noch gar nicht verstanden worden, weil sie erklärt, warum die kapitalistische Gesellschaftsform sich bisher immer wieder, trotz aller Krisen, reproduzieren und stabilisieren konnte. Das war Gegenstand der Ausführungen von Michael Brie.

 

Die Künstlerphilosophin Dr. Konstanze Caysa eröffnete am Donnerstag, den 22. September 2016 um 20Uhr mit ihrem

Manifest für die Große Sehnsuchtskunst die Ausstellung „Interscreen“ im Leipziger Westpol.

Anschließend Podiumsgespräch zum Thema „Notwendigkeit der Avantgarde – Leipzig als Kunstraum Mitteldeutschlands“.

  Gäste:

Dr. Konstanze Caysa (Künstlerphilosophin),

Britta Schulze (Künstlerin)

Lea Sauer (Tippgemeinschaft – Jahresanthologie der Studierenden des DLL),

Julian Rauter (Theatermacher aus Leipzig),

Torsten Blume (Stiftung Bauhaus Dessau),

Moderator:

Andreas Peter Pausch (Kulturwissenschaftler)

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Video: Durs Grünbein und Jonathan Meese reden über den

Nietzsche Kongress in Naumburg 2009 (sehr lustig!).

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.“Empraxis – Zentralbegriff der analytischen Existenzialphilosophie“

 

Alle Interviews auf dem Youtube Kanal: Philosophische Hintertür  .

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Jonathan Meese über Nietzsche und die Demokratie

PODIUMSDISKUSSION

mit:

Jonathan Meese, Durs Grünbein, Volker Caysa, Konstanze Schwarzwald und Udo Tietz

innerhalb des Internationalen Nietzsche Kongresses vom 27. – 30. August 2009 in Naumburg:

NIETZSCHE – MACHT – GRÖßE

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Volker Caysa/ MA Konstanze Schwarzwald

Kuratorische Leitung: Hagen Wiel

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Empraktische Vernunft – Das Prinzip Sehnsucht 

Mit dem Leipziger Philosophen Dr. habil. Volker Caysa

JOUR FIXE EIN UNGEWÖHNLICHER GESPRÄCHSKREIS

Moderation: Klaus Kinner und Manfred Neuhaus

Ernst Bloch war der Auffassung, dass die ins unendliche fortlaufende Sehnsucht in der Hoffnung auf eine konkrete Utopie an ihr Ziel kommt. In der vollendeten Hoffnung scheint also die Sehnsucht nun endlich Ruhe zu finden. Mensch und Gesellschaft sind dann bei sich zu Hause. Aber ist dann nicht auch das Hoffen zu Ende? Kann die Sehnsucht jemals stillgestellt werden, wenn sie ein zu Hause hat? Oder braucht die Hoffnung die Sehnsucht, damit sie eben nicht am Ende ist, wie man es nach 1989 allzu schnell annahm und vom Ende der Utopie redete.

Do., 09. 06. 16, 18 Uhr

RLS SACHSEN, HARKORTSTRASSE 10, 04107 LEIPZIG

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