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Experimente des Leibes – SELBST MACHT ORIGINALITÄT

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Konstanze Schwarzwald & Hagen Wiel

Seminar 14 tägl. – Anmeldung unter leib@hgb-leipzig.de

konstanze schwarzwald stas mankovich fischer
hagen wiel djamilan maria geißler

Ausstellung: Experimente des Leibes – SELBST MACHT ORIGINALITÄT || 18.04.2008 bis 20.04.2008 || GALERIE EMPRAXIS zu Gast in der Galerie KUB | Kantstr. 18 | Leipzig || Fr: 19.oo Uhr – Einführung: Prof. Ralf Urban Bühler | Ausrufung: “Manifest der originellen Kunst” | Vortrag zum Thema “Kritik“ von Prof. Dr. Volker Caysa || Sa: 2o.oo Uhr: DJAMILAN / Soul || Sonntag 10.oo Uhr Brunch || Künstler: Sebastian Jung | Patrick Kern | Marek Brandt |Stephan Murer | Markus Nebe | Georg Geckert | Maria Geißler | Guillermo Fiallo Montero | Stas Mankovich| Sebastian Fischer | Linda Dankert || Kuratiert von: Konstanze Schwarzwald | Hagen Wiel || www.hgb-leipzig.de/leib || Mit freundlicher Unterstützung von: StuRa der HGB, StuRa Uni-Leipzig, Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V., Nietzsche-Gesellschaft e.V. || In Kooperation mit Galerie KUB

 

„Hinter deinen Gedanken und Gefühlen, mein Bruder, steht ein mächtiger Gebieter, ein unbekannter Weiser – der heisst Selbst. In deinem Leibe wohnt er, dein Leib ist er.“ (Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra)

In theoretisch-wissenschaftlicher Form lässt sich nur bedingt ein Zugang zum Selbst finden. Bei rationaler Betrachtung des Phänomens „Selbst“ entsteht gar der Eindruck, dass dieses nicht wirklich existiert und das, was der Mensch als Selbst sein soll, auf Variationen und intersubjektiven Kategorisierungen aufbaut. Sind wir nur in das Leben geworfen und ohn-mächtig dem Leben gegenüber oder gibt es neben dieser Geworfenheit die Fähigkeit des Einzelnen sich selbst zu entwerfen und sein Leben selbstmächtig zu stilisieren, was erst den Wert seiner Individualität ausmacht? Wie kommt es, dass das persönliche Empfinden des je eigenen Selbst-Seins wissenschaftlichen Analysen, die eher das Ergebnis einer Auflösung des Selbst im Allgemeinen, Objektiven bezeugen, so diametral gegenüber steht? Zu hinterfragen ist, was über jenes theoretische Analysieren hinaus, über das, was der Verstand zu denken und einzuteilen vermag, dem individuellen Bedürfnis nach Selbst-Nähe und Selbsterkenntnis gerecht werden kann. Gibt es bestimmte „Techniken des Selbst“, wie es Michel Foucault formulierte, über die der Einzelne seinem Leben eine selbstbestimmte Richtung, eine Perspektive geben kann?
Anhand von Nietzsches Philosophie der Kritik, die er „am Leitfaden des Leibes“ denkt, soll eine grundlegende Auseinandersetzung mit gegenwärtigen philosophischen und künstlerischen Themenfeldern im Seminar stattfinden. Diskutiert werden Begrifflichkeiten wie die des „Selbst“, der „Macht“, der „Herrschaft“ und der „Originalität“. Mit Hilfe der Weiterentwicklung einer Theorie des Empraktischen wird der Versuch unternommen, den Geniegedanken, der sowohl in der Kunst als auch in der Philosophie wohl niemals an Aktualität verlieren wird, modern zu reformulieren.
Für eine das Seminar abschließende Ausstellung sind die Teilnehmer des Seminars aufgefordert, ästhetische Modelle von Ideen zu entwickeln, die sie existenziell begleiten, indem sie z.B. in Träumen, in Fantasien oder aber auch „wie nebenbei“ im Alltag immer wieder erscheinen, die aber bisher eher „zur Seite geschoben“ wurden. Es geht darum, das Unerklärbare auszudrücken, den Kern der eigenen Genialität freizulegen. Denn, wenn die Frühromantiker Recht behalten, dann ist „Genie zu haben, […] der natürliche Zustand des Menschen“.

Galerie KUB

Details

Datum:
18. April 2008
Zeit:
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort

Galerie KUB
Leipzig, Deutschland

Veranstalter

Unnamed Organizer
E-Mail:
paul.demian.@gmail.com

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